Hörtraining nach Dr. Chr. A. Wolf (1894-1967)

Funktionelle Integrationstherapie
bei Sprache-, Lern-, und Verhaltensstörungen


das heißt, auf natürliche Weise über das Ohr positiv Einfluss zu nehmen auf ein besseres Ordnungs- und Organisationssystem des Körpers.
Hörtraining, eine funktionelle, integrative Trainingsmethode, die auf bio-physikalische Weise den Energiefluss des Körpers mit Hilfe von Schallwellen harmonisieren kann.

 

Wem kann Hörtraining weiterhelfen?
Diese Methode ist geeignet, regulierend auf die gesamte Balance der Befindlichkeit eines Menschen einzuwirken, aber auch um Auffälligkeiten im Entwicklungsprozess auszugleichen, besonders wenn Sprechen, Lesen, Schreiben, Sinnverstehen betroffen sind. 

 

  • Schwäche der mechanischen Merkfähigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Rechenschwäche
  • mangelnde Ausgeglichenheit
  • gestörte Lernfähigkeit
  • Ängste und Unselbstständigkeit
  • Koordinationsverzögerungen
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Unruhe und Aggressivität
  • Schwächen in der Sprachverarbeitung wie: Redeflussstörungen, unzureichende Lautdifferenzierung
  • Lese- und Rechtschreibprobleme (Legasthenie)

 

Mit dem Hörtraining gelingt es oft, Schwierigkeiten zu bewältigen, die sich durch Spezialunterricht allein nicht beheben lassen (z.B. Konzentrationsstörungen).
Nicht jedem kann auf gleiche Weise geholfen werden. Der Therapeut stellt beim ersten förderdiagnostischen Beratungsgespräch fest, in welchem Umfang eine günstige Möglichkeit des Hörtrainings besteht, oder ob eventuell eine Durchführung ausgeschlossen werden muss (nur bei wenigen Klienten ist das Hörtraining nicht angebracht).
Wenn ein Hörtraining begonnen wird, lösen sich nicht sofort alle Probleme wie von selbst. Bei Sprachstörungen oder Legasthenie findet oft während und nach dem Training eine Übungstherapie mit Schwerpunkt auf den schwachen Gebieten statt, um ein sicheres und bleibendes Resultat zu erzielen. 

 

Was bewirkt Hörtraining
Durch die wissenschaftl. Arbeit des dänisch-amerikanischen Physikers, Dr. Chr. A. Volf, wurde es möglich, Lern- und Leistungsstörungen wie oben genannte Entwicklungsstörungen positiv zu beeinflussen oder abzubauen. Die Methode des Hörtrainings bedient sich des hörbaren Schalls mittels ausgesuchter Frequenzen, die im Hörbereich der Sprache liegen, um durch die Hörreize die neuronale Aktivität zu steigern, eine lernpositive Hormonlage zu schaffen und Balance in die alltägliche Erlebniswelt zu bringen.
So wirkt u.a. das Hörtraining positiv auf:
  • Aufnahmefähigkeit des Gehirns
  • Ausgeglichenheit zwischen Nerven- und Drüsensystem im Körper
  • Geichgewichtssinn
  • Arbeitstempo

 

Welchen Erklärungsansatz gibt es für das Funktionieren dieser Methode?
Dr. Volf arbeitet mit Stimmgabeln, die er an bestimmte Körperstellen ansetzte, wobei der Klient ihm sagen musste, wo er die Schallwellen in seinem Körper spürt. Das Muster solcher Schallverläufe im Kopf und Körper zeichnete Dr. Volf auf und verglich sie untereinander. Er stellte fest, dass es bestimmte Schallbilder für bestimmte Auffälligkeiten gab und typische Blockierungen des Weiterleitens, die es aufzulösen galt. Mit seinen reaktivierenden Tonbändern beeinflusste er über das Ohr die reizempfindlichen Endstellen des vegetativen Nervensystems wie auch das endokrine Drüsensystem. Ein integrierender, energiespendender Prozess kommt in Gang, der die Funktion des Nervensystems stärkt und auch die Wahrnehmungsfelder im Gehirn stimuliert. Die heutigen Hörkassetten, wie damals Volfs Tonbänder, beinhalten reine Sinustöne ohne Obertöne in den Frequenzbereichen, die vom menschlichen Ohr wahrgenommen werden. Diese Bereiche sind ungefährlich, da sie zu den hörbaren alltäglichen Tönen und Frequenzen gehören. Die Zusammenstellung der Tonfolgen in Art der Reihung un Intensität beruhen auf Volfs Forschungserfahrungen. Noch heute benutzen wir die gleichen Töne, die er zusammengestellt hat.
Töne sind Schwingungen. Wir können Schwingungen den Körper reaktivieren? Das Körpergewebe des Menschen besteht aus einzelnen Zellen. Jede dieser Zellen ist von einer hauchdünnen Membran umgebn, die physikalisch wie ein Resonanzkörper wirkt und die Schallwellen reflektiert. Jede Zelle schwingt so mit, wenn sie in Schwingungen versetzt und entsprechend angeregt wird. Diese Zellschwingungen setzen sich im Körper durch Aktivität der Nervenbahnen fort, von denen sie ihre Befehle bekommen. Befinden sich nun blockierende Zellen in den Bahnen, Zellen, die ihre Aufgaben nicht ausreichend erfüllen, die den Informationsfluss stören, können diese durch das Mitschwingen reaktiviert werden. Den Körperzellen wird durch Schwingungen Energie zugeführt, die sie nutzen, um ihre eigentlich Funktion auszuüben und sie zu stabilisieren. Der Zellstoffwechsel wird somit insgesamt angeregt und grundlegend günstig beeinflusst. Es kommt zu einem allgemeinen erhöhten Wohlbefinden des Klienten mit gewünschten Verbesserungen, da auf normalem, biologischen Wege der Organismus neue Kraft erfährt.
Eine neurologische Erklärung für den rfolg der Volf-Methode ist in Diskussion. Hier befinden wir uns im Vorfeld der Wissenschaft, doch die Hirnforschung beschäftigt sich intensiv mit Vorgängen beim Lernprozess und der Gedächtnisbildung und damit dem Kommunizieren von Nervenzellen miteinander, so dass zu hoffen ist, dass wir durch sie einmal die letzte schlüssige Erklärung bekommen werden.




Die Durchführung des Hörtrainings
Da Messungen oft zeigen, dass beide Ohren nicht genug zusammen arbeiten, nämlich ein Ohr nicht genauso schnell und nicht mit gleicher Qualität wie das andere Geräusche aufnimmt und verarbeitet (es kommt zu einseitigen Verzögerungen und Klangverzerrungen in der Verarbeitung der Sprache), wird bei jedem Klienten ein Audiometertestm, eine Empfindlichkeitsprobe des Gehörs, durchgeführt. Dr. Volf machte die fehlende Balance im endokrinen Drüsensystem für diese Fehlleistungen, die er auch Blockierungen nennt, verantwortlich.
Außerdem wird nach Dr. Volf mit den speziell konstruierten Stimmgabeln die Fähigkeit des Körpers unterusucht, Schallschwingungen zu leiten. Es wird mit drei verschiedenen Stimmgabeln gearbeitet, die unterschiedlichen Frequenzbereichen entsprechen. Das Muster der Schallbewegung im Körper wird aufgezeichnet, was Aufschluss und Ansatz für die Therapie bedeutet.
Es folgt das Festlegen der Therapie mit den 5- oder 10-Minuten-Hörkassetten (ggf. Einschwingen des Körpers auf dem Resonator), die täglich zu Hause über Kopfhörer gehört werden müssen. Hierbei ist zu beachten, dass die Dauer des Hörtrainings 10 bis 12 Monate beträgt. In Abständen von 6 bis 8 Wochen finden Kontrolluntersuchungen statt, die Aufschluss über die Fortsetzung des Hörprogramms geben, z.B. Hinweis auf den benötigten Frequenzbereich der Hörkassetten. Ziel des Hörtrainings ist die Auflösung der Blockaden und Verbesserung der unterschiedlichen Sensibilität der Ohren.
Auch nach Beendigung der Maßnahme wirkt der einmal in Gang gesetzte positive Prozess für die Ausgewogenheit von Drüsen- und Nervensystem weiter.
Nach einem weiteren halben Jahr hat der Klient die Möglichkeit, Körperschema und Höhrkurve noch einmal überprüfen zu lassen. Es ist ratsam, davon Gebrauch zu machen, um zu prüfen, ob die Blockaden dauerhaft beseitigt sind, obwohl es nur in wenigen Fällen nötig ist, das Hörtraining noch einmal durchzuführen.

 

Instruktionen für den Klienten
Einige wichtige Hinweise zur Durchführung und zu den Bedingungen des Verfahrens:



  1. Die Kassette muss täglich, möglichst morgens nach dem Wecken noch im Bett, oder ggf. abends vor dem Einschlafen, gehört werden. Das Kind soll entspannt auf dem Rücken liegen, die Arme neben dem Körper, die Beine nicht überkreuzt.
  2. Nach dem Hörender Kassette soll das Kind 5-10 Minuten liegenbleiben.
  3. Die Kassette wird über Stereokopfhörer gehört (verbunden mit Phonoanlage oder über einen guten Walkman). Die Kopfhörer sollen wenige Nebengeräusche zulassen und das Ohr möglichst weit umschließen.
  4. Zu Beginn stellt das Kind den Ton gerade so laut, dass es nicht unangenehm ist. Auf keinem Fall darf es den Ohren weh tun oder "kitzeln". Lassen Sie das Kind ein wenig experimentieren, bis es die richtige Einstellung gefunden hat.
  5. Der Erfolg hängt vom regelmäßigen Hören der Kassette ab; deshalb muss auch in Ferien-, Urlaubs- und Reisezeiten oder an Festtagen gehört werden, also jeden Tag! Nur wenn Ihr Kind hohes Fieber, migräneartige Kopfschmerzen oder eine ernsthafte Erkrankung hat, wird mit dem Hören ausgesetzt. Unter Umständen ist dann ein Neubeginn nötig.
  6. Möglicherweise empfindet das Kind die Geräusche der Kassette in der ersten Woche als unangenehm. Erfahrungsgemäß legt sich das nach kurzer Zeit, und die Kinder erleben das Hören der Kassette als angenehm.



Weiter Informationen finden Sie unter www.Hoertraining.org.