Presse

Hier können Sie einige Pressemitteilungen über Monika Hahn-Nanninga und "Lernen Ohne Grenzen" Leck nachlesen.

sh:z Nordfriesland Tageblatt vom 18.09.2012

zum Bildungstag am 20. September 2012

DORT in Niebüll

sh:z Nordfriesland Tageblatt vom 20. Juli 2012:

Niebüll

Raus aus dem Schattendasein

20. Juli 2012 | 06:50 Uhr | Von van



Die "Dort"-Gruppe. Foto: nt

 

In den Räumen der Kindertagesstätte "Bunte Welt" lernen Frauen unterschiedlicher Herkunft deutsch

 

 

Niebüll. "Das Problem an Deutschkursen für Migranten ist oft, dass man die Zielgruppe nicht erreicht." Das ist jedenfalls die Erfahrung von Monika Hahn-Nanninga, die seit 25 Jahren als Lehrerin, Lerntherapeutin und Beraterin tätig ist.

Bei einer Sitzung der Aktiv-Region Nord entstand daher 2010 die Idee, einen niedrigschwelligen Deutschkursus anzubieten. Zusammen mit Andreas Schönefeld stellte Monika Hahn-Nanninga das Projekt "Dort" (Deutsch vor Ort) auf die Beine: ein Deutschkursus für Mütter in der Niebüller Kindertagesstätte "Bunte Welt".

Das Evangelische Kindertagesstättenwerk sowie die Stadt Niebüll leisten dabei Unterstützung. "Bürgermeister Wilfried Bockholt war sofort von der Idee begeistert", sagt die Initiatorin erfreut. Gerade in Niebüll gäbe es einen hohen Migrationsanteil im Kindergarten.

"Die Mütter gaben ihre Kinder meist nur kurz ab und saßen dann oft einsam zuhause, weil sie kein Wort Deutsch konnten", erzählt Monika Hahn-Nanninga. Mit "Dort" wird ihnen die Möglichkeit geboten, an einem bereits vertrauten Ort Deutsch zu lernen. "Sie bringen die Kinder zum Kindergarten und gehen direkt eine Tür weiter zum Lernen, das ist ideal", so die Kursleiterin.

Das Projekt findet großen Anklang. Drei Kurse sind bereits gelaufen, weitere werden geplant.

Die Teilnehmerinnen seien sehr fleißig und hätten auf Hausaufgaben bestanden, so die Kursleiterin. Durch das Erlernen der deutschen Sprache sind sie nicht nur besser integriert. Sie seien auch selbstständiger und selbstbewusster geworden, hätten keine Scheu mehr davor, alleine einkaufen oder zur Bank zu gehen. "Das wird von den Männer teilweise mit gemischten Gefühlen gesehen", berichtet Monika Hahn-Nanninga. "Einerseits möchten sie nicht alles alleine machen müssen, andererseits sollen die Frauen aber auch nicht zu unabhängig werden."

Aber auch unter den Kursteilnehmerinnen sei eine Verbindung entstanden, die Frauen unterstützten sich gegenseitig, nicht nur während des Unterrichts. Die unterschiedliche Herkunft, Religion oder der Bildungsstand spielten dabei keine Rolle. "Im ersten Kursus hatten wir sechs Frauen aus fünf Ländern mit fünf unterschiedlichen Religionen. Eine war selbst Lehrerin in ihrer Heimat, eine andere zu Beginn Analphabetin." Monika Hahn-Nanninga ist froh, diesen Frauen helfen zu können und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten: "Es ist wundervoll zu sehen, wie die Frauen aus ihrem Schattendasein heraus kommen."



20. August 2009 Sylter Spiegel:

04. Juni 2008 Sylter Spiegel:

sh:z Hallo Sylt vom 08.Juli 2007

Wenn Mama Deutschunterricht hat
Im Rahmen der Integrationskurse für Zuwanderer gibt es nun auch ein Betreuungsangebot für die Kinder.
Jeden Morgen um 8.45 Uhr versammelt sich eine kleine Gruppe vor der Alten Post: Junge Mütter aus Ghana, Algerien, Somalia oder Thailand übergeben ihren Nachwuchs in die liebevollen Hände von zwei Tagesmmüttern, denn sie selbst müssen bis zum Mittag die Schulbank drücken.
Sechs Monate lang werden die Zuwanderinnen mit Grundkenntnissen der deutschen Sprache, Kultur, Geschichte und Rechtsordnung vertraut gemacht. Für die Dauer dieses Integrationskurses hat das Bildungszentrum "Lernen ohne Grenzen" aus Leck zwei qualifizierte Fachkräfte mit der Betreuung der acht Kinder im Alter zwischen fünf Monaten und fünf Jahren betraut. Heike Bielenberg und Andrea Giemza sind selbst Mütter von kleinen Kindern und werden morgens mit freudestrahlenden Gesichtern von ihren kleinen Schützlingen begrüßt. Dann geht es erst einmal raus an die frische Luft. Ein Spaziergang durch die Fußgängerzone Richtung Strand oder Spielplatz sorgt für den richtigen Appetit beim anschließenden Frühstück.
"Leider felht uns noch ein eigener kindgerechter Aufenthaltsraum", erzählt Andrea Giemza, "zum Glück dürfen wir das Spielzimmer in der Alten Post benutzen und uns bei schlechtem Wetter dort aufhalten." Beim Frühstück sind die beiden Betreuerinnen vor allem Vermittler zwischen den Kulturen, denn die Kinder waren bisher nur mit ihren eigenen Sitten und Gebräuchen vertraut, sprechen nur ihre Muttersprache. Behutsam werden sie mit der deutschen Sprache und Kultur bekannt gemacht, denn "Integration ist nich nur für die Erwachsenen wichtig", so Heike Bielenberg. Spätestens im Kindergartenalter kann es zu Problemen kommen. Wie zum Beispiel bei der fünfjährigen Yasmin aus Afrika, die im Herbst einen Kindergartenplatz in Westerland bekommt und sich bisher nur auf Englisch verständigen kann. Doch nicht nur die sprachliche Barriere kann den Kleinen im Weg stehen, Anpassungsschwierigkeiten gibt es in jeder Hinsicht. " Das geht schon damit los, dass manche Frühstücksbrote in Zeitungspapier gewickelt sind", erzählt die Ernährungsexpertin Giemza, " damit würde das Kind im Kindergarten und in der Schule sofort komisch auffallen. Wir versuchen dann den Eltern zu erklären, dass es andere Möglichkeiten gibt."
Wichtig ist den beiden Profi-Müttern, dass die Kinder gesund ernährt werden, sich viel an der frischen Luft bewegen, Toleranz und soziales Verhalten lernen. Mit viel Geduld und liebevollem Lob sorgen die "Ersatzmütter" dafür, dass die Kinder die "Spielregeln" verinnerlichen, die sie brauchen werden, um sich in Deutschland zurecht zu finden.
Doch bei all dem pädagogisch wertvollen Rüstzeug für die Zukunft vergessen Andrea Giemza und Heike Bielenberg nicht, was das Allerwichtigste ist: "Die Kleinen sollen auch einfach nur mal Kind sein dürfen uns Spaß haben."

Westerland, 8. Mai 2007 | Presseinfo 050-05-2007

Zertifikat „Deutsch“ erstmalig auf Sylt zu erwerben
Auf Initiative des Sozialzentrums Sylt findet seit Montag erstmalig auf Sylt ein „Integrationskurs für Zuwanderer“ statt. Über einen Zeitraum von 6 Monaten wird der Sitzungsraum der Alten Post jeweils montags bis freitags in der Zeit von 8.45 Uhr bis 12.45 Uhr zum Klassenzimmer. Bislang wurden diese Kurse nur auf dem Festland angeboten, was insbesondere Müttern mit Kindern die Teilnahme sehr erschwerte. Diese Hürde ist nun genommen.

Für die Dauer des Kurses ist eine Betreuung der insgesamt acht Kinder zwischen 3 Monaten und 5 Jahren gewährleistet. So können sich die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Algerien, China, Georgien, Ghana, Philippinen, Togo, Thailand und der Türkei ganz auf ihre insgesamt 630 Unterrichtseinheiten konzentrieren. 

Ziele des 600stündigen Sprachkurses und des 30stündigen Orientierungskurses sind der Erwerb „ausreichender“ Sprachkenntnisse und die Vermittlung von Grundkenntnissen zur Rechtsordnung, Geschichte und Kultur in Deutschland, um alle mit den Lebensverhältnissen so weit vertraut zu machen, dass sie ohne Hilfe und Vermittlung Dritter in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbstständig handeln können (Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). So können auch die Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt nach Ablegung einer erfolgreichen Sprachprüfung und des Tests zum Orientierungskurs durch ein Zertifikat steigen. Zudem wird die Einbürgerungszeit um volle zwölf Monate auf sieben Jahre verkürzt. Träger des Kurses ist in diesem Fall das Bildungszentrum „Lernen ohne Grenzen“ aus Leck, dessen Leiterin Monika Hahn- Nanninga mit verschiedenen Lehrkräften das Angebot inhaltlich gestaltet. Die Finanzierung erfolgt über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, dessen Regionalkoordinator Rainer Biermann sich heute persönlich vor Ort einen Eindruck verschaffte. Der nächste Integrationskurs für Zuwanderer ist bereits ab Herbst 2007 vorgesehen. Interessenten wenden sich bitte an das Sozialzentrum Sylt. Ansprechpartner in dieser Angelegenheit ist der federführende Fallmanager Martin Hurst, Telefon 04651/ 851-723. Über die Website des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (www.bamf.de) können weitere Informationen abgerufen werden.

sh:z Der Insel Bote vom 02.Juni 2006

Ein Integrations-Sprachkurs für Spätaussiedler, Migranten, Flüchtlinge und ausländische Mitbürger startet am Mitwoch, 1. März, im Bildungszentrum Lernen ohne Grenzen. Ziel des Kurses sind ausreichende Sprachkenntnisse und gesellschaftliche Orientierung. Neben dem Unterricht findet eine sozialpädagogische Betreuung statt. Der Kurs findet täglich von 8.15 bis 12.15 Uhr statt.

sh:z Sylter Rundschau vom 19.November 2005

"Lernen Ohne Grenzen" - Bildungszentrum will Lernfähigkeit optimieren
Das Bildungszentrum "Lernen ohne Grenzen" aus Leck bietet am 20. Dezember auf Sylt drei Kurse im Hedigenwai 3 an. Bei "Lernen Lernen" (16-18.30 Uhr) werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene dort gefördert, wo Bildung manchmal aufhört: bei der Fähigkeit zu lernen.Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro.
Ab 16.30 Uhr wollen die Kursleiterinnen mit "Lele" für bessere Noten sorgen, u.a. mit Techniken wie das Schulwissen besser lernbar gemacht werden kann. Von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr gibt es einen "Grammatik Crash Kursus" , Teilnahme: 30 Euro. Referentin der letzten beiden Veranstaltungen ist Monika Hahn-Nanninga.